Ein eiserner “Spät”lesereiter

Scope: Bubenhäuser Höhe

Ordentlich windig kommt die letzte Februarnacht 2011 daher; besonders auf der Bubenhäuser Höhe bei Rauenthal.

Der Cyclop hat ohne IR-Unterstützung so seine Arbeit (von der L3036 – über die B42 – bis zum Eltviller Sportplatz Wiesweg)…

 

Eine unsichtbare Fackel für den Cyclopen

Das technische Prinzip der Röhrenrestlichtverstärkung ist nur die halbe Miete. Weit mehr Nutzen bringt es, dem Cyclopen eine ordentliche Fackel ins Auge in die Hand zu geben…

Für das menschliche Auge weitgehend unsichtbar verfügt der 3-Watt-IR-Brenner für die Ultrafire WF-501B um ordentlich Leistung

Über den CCD-Sensor der Digitalkamera sichtbar: IR-Leuchtkraft des Brenner-Einsatzes

Die Abmessungen des Einauges machen es allerdings schnell erforderlich, eine handliche Konstuktion zu finden, die auch die IR-Beleuchtung mit beinhaltet. Zwei Fliegen mit einer Klappe: Zusammenführung über eine Stativ-Wechselplatte am 1/4″-Gewinde.

H3T1 mit WF-501 IR-Aufheller

Als solide und einfache Lösung haben sich VA-Winkeleisen, 25er-Rohrschelle und M8-Flügelschraube erwiesen. Hält gut und passt so zusammen ideal auf ein Einbeinstativ.

Die (nach wie vor nur durch das Okular belichteten) Vergleichsbilder sprechen für sich.

Vorgarten ohne Zusatz-IR-Aufheller

Vorgarten mit Flughafenbeleuchtung

Auf weniger als 10 Meter muss die WF eher noch teilweise abgedeckt werden, will man nicht nur mittlere und helle Grüntöne auf den Phosphorschirm bekommen.  Ob Sus Scrofa auch IR-blind ist?

Cyclop-Experimente

Ein für recht kleines Geld erstandenes gebrauchtes neues Spielzeug ist eingetroffen: das Cyclop H3T1 des russischen Herstellers ROMZ (Rostov optical-mechanical plant) aus den 1980er Jahren.

Rostov Cyclop H3T1 - Restlichtverstärker mit IR-Strahler

Erster Eindruck: Material und Verarbeitung entsprechen exakt den Erwartungen, die man an ein russisches Gerät aus dieser Zeit haben sollte. Funktional, extrem stabil… …und schwer. Auch der individuelle Zustand des Geräts ist mehr als annehmbar. Das Objektiv 1.5/F85mm ist erwartungsgemäß außerordentlich lichtstark und würde sich mit einem M42-Nikon-Adapter sicher auch für andere Aufgaben prima eignen – wenn auch der manuelle Fokus alles andere als leichtgängig läuft – aber so “zeitgemäß” hatte ich das hinsichtlich des Herstellers auch schon angenommen.

Die ersten Testversuche versprechen viel Spaß in der Zukunft. Dafür, dass es sich bei dem ollen Cyclop um ein sog. Generation 1-NSG handelt (Bildwandlerröhre, aufgeladen über einen handelsüblichen 9V-Block), sind die ersten Ergebnisse erstaunlich. Selbst im Vergleich zu den BW-Fero 51, die ich noch von zahlreichen nächtlichen Streifengängen im SFOR-Außenposten Filipovici in Erinnerung habe, kann die Darstellung des Einauges mühelos bestehen. (Dafür ist es mit seinen 950g nur mit Umwegen eher nicht für die Montage an einem Helm geeignet).

Wie sich weiter zeigt: Zusammen mit dem fokussier- und schwenkbaren IR-Laser im Griff ist selbst bei augensichtlich kompletter Dunkelheit ein annähernd gestochen scharfes Abbild erzielbar.

"Wildtierbetrachtung" auf kurze Distanz

Kurzum: Die ersten sehr erfreulichen Kompaktkamera-Aufnahmen durch die Optik rechtfertigen die Anschaffung eines 35mm-Adapters auf M42 (und dann Nikon), um die grün-schwarz-Darstellung ohne Zwischenschritt in eine SLR zu bekommen…

IR-Laser-Fokussierung auf heimische Pferdeweide (Dist. 25m)

Zusammen mit einer lichtstarken Unterstützung für den kleinen IR-Strahler macht das ganze Teil schon jetzt Vorfreude auf abendliche Exkursionen zu den Bewohnern des Rheingauer Hinterlandwaldes. Wenn dann auch mit notwendigen Vorbereitungen

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